Sonntag, 3. März 2013

Weiter geht's :)

Schweren Herzens verabschieden wir uns von Pushkar und machen uns auf den Weg nach Bikaner. Schon auf dem Weg dort hin merken wir, dass wir uns der Wüste nähern. Die Sonne brennt und der Hals wird immer trockener. Schon nachdem wir in die Stadt fahren, merken wir, dass dies kein Ort sein wird, der unser Herz erwärmt. Es ist laut, voll und trist. Trotzdem erkunden wir die Stadt, in der Hoffnung doch noch eine schöne Ecke zu finden.
Auf dieser Suche sprach uns ein junger Inder an. Hercules, so heißt der Gute. Er ist 26 Jahre jung, ein wenig der deutschen Sprache mächtig und fährt uns kurzer Hand mit seinem Motorbike in den schönen Garten eines Freundes. Hier machten wir es uns in der Hollywoodschaukel gemütlich und führten ein langes, interessantes Gespräch. Huhu man, dieser Mensch ist nämlich wirklich berindruckend. Seit über 80 Jahren ist seine Familie im Besitz eines Unternehmens, welches Kamelwolle und Seide zu Textilien aller Art verarbeiten und international an große Konzerne und Designer verkaufen.(Unter Anderem Prada und Armani Home). Es ist durchaus interessant zu erfahren was sich hinter dem Schild "made in India" verbirgt.
Herkules ist überwiegend für den Vertrieb nach Europa verantwortlich und reist aus diesem Grunde viel umher. Auf einen seiner Reisen lernte er einen Mann kennen, mit dem er nun in Österreich eine Hilfsorganisation aufbaut, mit deren Hilfe im indischen Rajasthan, eine Schule für die bildungsfernen Kinder aus den ländlichen Gegenden, gebaut werden soll. Er ist für den Austausch zwischen Indien und Österreich zuständig.
Dies genügt Herkules wohl noch nicht, so managet er den befreundeten, international bekannten Gypsimusiker und organisiert seine Tournee durch Indien. Ebenso schloss er Bekanntschaft mit dem recht bekannten deutschen DJ Dunkelbunt. Dessen Musik Clara Hanna lustigerweise gerade einen Tag zuvor auf ihrem Handy zeigte. Herkules möchte nun beide Künstler zusammenbringen und ein gemeinsames Album mit ihnen aufnehmen. Wen man so alles auf den Straßen trifft, die Welt ist klein. :)
Durch diese Begegnung wurde unsere Zeit doch ereignisreicher als gedacht. Trotz alledem verlassen wir Bikaner schon am nächsten Morgen um uns auf den Weg in die Wüste zu machen. Von Bikaner aus ging es Richtung Jalsaimer und von dort aus nochmal ungefähr 1-2 Stunden Autofahrt richtung pakistanische Grenze. Angekommen in der Thar-Wüste wurde auch direkt aufgesattelt. Unsere Kamele Bubbluu (15 Jahre) und Jalluu (10 Jahre) waren zwei sehr putzige Wesen. In der Regel werden Kamele bis zu Zwanzig Jahre alt. Mit ihren Pfeif- und Grunzgeräuschen, ihren schnuckeligen, unbekümmerten Blicken, sowie ihrer gemächlichen Art, brachten sie uns häufig zum schmunzeln. Nun ging es mehrere Stunden durch die Hitze der Wüste. Ordentlich durchgeschaukelt, haben wir von hier oben aus, einen wunderbaren Blick. Weite, goldener Sand, soweit das Auge reicht. Hin und wieder findet man ein Bäumchen oder besser: Gestrüpp, was einem etwas Schatten spenden kann, den man sonst nicht findet. Weit und breit ist kein Leben zu sehen, nur selten trifft man auf ein einsames Zieglein und rasch vorbeisausende Käfer.
Der Wind malt schöne Muster in den Sand und sorgt für eine frische Brise. Es hat schon irgendwie etwas meditatives an sich, so durch die Weite zuschaukeln. Der Klang der so sanft gesprochenen Gebete des Kamelführers und nicht zuletzt auch die, vom Kamel ausgehende, Ruhe, färbt auf unsere Gemüter ab.
Hin und wieder rasten wir und sind sehr verwundert, als aus dem Nichts urplötzlich ein Mann auftaucht, der uns Bier und Chips verkaufen möchte. Unsere Kamelführer sind sehr verärgert über den Ruhestörer und bitten uns, diesen zu ignorieren.
Noch steht die Sonne gleißend hell am Himmel, nun heißt es absatteln und auf den Sonnenuntergang warten. Wieviele Stunden genau vergehen bis die Sonne untergeht, wissen wir nicht. Wir sitzen im warmen Sand und die ebenso warmen Farbnuancen der untergehenden Sonne, erzeugen ein unheimlich wohliges Gefühl in unseren Bäuchen und Seelchen :)
Doch recht schnell kühlt es ab und schwuppdiwupps trugen wir Wollsocken in unseren Tevalatschen. ;)
Da Clara die Anzeichen einer Grippe verspürte, entschieden wir uns dagegen, die Nacht, wie geplant, in der Wüste unter freien Himmel zu verbringen. Stattdessen schliefen wir in den kleinen Hütten des Wüstendorfs. Am Abend gab es hier am Lagerfeuer traditionelle Tänze und Gesänge zu bewundern. Es war eine gute Entscheidung die Nacht im Dorf zu verbringen, denn auch hier bibberten wir schon, trotz zwei Decken plus unser Schlafsäcke.
Noch ganz beseelt von dieser Erfahrung machen wir uns am nächsten Tag auf nach Jaisalmer. Wir hoffen sehr, dass es euch gut geht?!
Küsse aus Indien!

Freitag, 1. März 2013

Ein Schönes Fleckchen Erde:)

Wir lassen Jaipur hinter uns und fahren in das kleine, gemütliche, heilige Pushkar.
Pushkar liegt an einem heiligen See wo einst Brahma eine Lotusblüte fallen ließ. Gläubige Inder sollen mindestens einmal im Leben hierher gepilgert sein.
Es ist ganz nach unserem Geschmack. Auf der einen Seite können wir die gläubigen Hindus bei ihren heiligen Waschungen in den Gats, bei ihren religiösen Zeremonien in den Tempeln und bei ihrem alltäglichen Leben auf den Straßen, beobachten. Auf der anderen Seite findet man viele europäische Alt-Hippies, kleine "Shanti - Cafes" und andere touristische Spuren.
Es ist schön zu sehen, dass dies beides zusammen existieren kann und nicht nur ein Nebeneinanderherleben sondern auch ein Miteinander, zu beobachten ist. So sitzen Traveler, Pilgerer und Einheimische zusammen, in angeregten Gesprächen vertieft, und wo Worte nicht helfen wird wild gestikuliert. Wir würden uns wünschen, dass diese Balance bleibt und Pushkar nicht komplett von den Touristen "eingenommen" wird.
Diese Kleinstadt hat ein sanftes Wesen. Die Hauptstraße gleicht einem einzigen langen Basar, der am See entlang, einmal quer durch die Stadt führt. Auf den Dächen der Häuser kann man lecker schmausen und hat einen wunderbaren Ausblick auf die ganze Stadt ( bei einem Lemon Soda ;-)
Auf einem dieser Dächer lernten wir Mango kennen. Ein Inder von 23 Jahren, der einst von einem Restaurantbesitzer auf dem Lande aufgelesen wurde und uns heute die Sprache verschlägt :-) Warum? Er hat eine so positive, fröhliche, aufgeweckte, offene Art, mit der er es schafft, sich fast jedem zum Freund zu machen. Mit seinem kleinen Vokabular fast jeder Sprache und seinem authentischen Witz, zaubert er fast jedem ein frohes Grinsen auf Gesicht. Mit Mango hatten wir unterhaltsame Stunden und sehr nette Gespräche.

Der Brahma-Tempel hat uns sehr beeindruckt, genauso die Gesänge und Trommelklänge der religiösen Lieder, wenn man nachts durch die Straßen spaziert. Etwas eher gewöhnungsbedürftig sind dafür die, nachts herumstreunenden,, aggressiv kläffenden Hunderudel, die uns schon ein wenig Angst eingejagt haben. Doch solange ein paar Meter weiter eine heilige Kuh vor Ruhe nur so strotzt, geht es uns schon viel besser ;-)
Eine andere Sache an die wir uns erst gewöhnen müssen, ist die Tatsache, dass man am Straßenrand gern auch mal schlafende Menschen sieht, ohne Hab und Gut. Diese Armut zu sehen, ist natürlich sehr bedrückend. Doch viele Familien die in relativ einfachen Verhältnissen leben, können wir gar nicht großartig bemitleiden, da wir ihr Srrahlen, die liebevolle Gemeinschaft und die von ihnen ausgehende Zufriedenheit wahrnehmen, die uns in Deutschland häufig fehlt.
Davon können wir uns eine Scheibe abschneiden ihr Lieben :-)
Soviel erstmal, liebste Grüße aus Indien!:)

Namaste!

Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und wird auch "the pink city" genannt. Die Gebäude des gesamten Stadtkerns sind aus Backstein errichtet. Hier herrscht ein wuseliges Treiben, überall Märkte , die Menschen sitzen auf der Straße, Kinder spielen cricket, Kamele, Elefanten, Kühe ziehen an uns vorbei und so manches mal kriegt man einen Affen zu Gesicht.
Der Verkehr ist ein reinstes Chaos. Dazu muss man sagen, wenn die Inder statt der Hupe die Blinker benutzen würden, könnte man zumindest ansatzweise vorausschauend fahren und es wäre um einiges leiser. Doch Regeln kennen die Inder nicht. Vielmehr heißt es wohl: der Stärkere/Schnellere setzt sich durch und irgendwie kreuz und quer. So müssen wir immer auf der Hut sein den hupenden Autos und Motorrädern auszuweichen. Jaipur ist im Vergleich zu anderen indischen Hauptstädten eine sehr saubere Stadt.
Eine Mischung aus alt und neu beherrscht die bunten chaotischen Straßenzüge.
Rajasthan ist für seine Kamelwolle, Seide und aller Arten von Steinen bekannt. Wir hatten die Möglichkeit einen Einblick in eine kleine Fabrik zu bekommen , in der Stoffe mit aus Pflanzen gewonnenen Farben, per Hand, bedruckt werden. In dem Kellerraum ohne Fenster sitzen, zum Zeitpunkt unseres Besuches, vier Menschen.
Zwei halten große aus Holz geschnitzte Stempel in der Hand und die anderen beiden Sitten an "antiken" Nähmaschien. Wir sind beeindruckt mir welcher Genauigkeit und Tempo hier diese verschiedenen Arbeitsschritte, bei den schlechten Lichtbedingungen, so erfolgreich durchgeführt werden.
Wie der Zufall es wollte, wurden wir nicht von irgendwem durch die Fabrik geführt, sondern von Neeraj, einem Lehramtstudenten. (Hanna studiert auch auf Lehramt ;-) so ergab sich schnell ein angeregtes Gespräch über die Unterschiede des Studiengangs, so wie Wünsche und Vorstellungen. Im Gegensatz zum deutschen Studiengang ist es dem indischen Lehramtsstudenten möglich von Studienbeginn an mehrmals die Woche, einige Stunden aktiv, im Beisein eines ausgebildeten Lehrers, zu unterrichten. Das wäre in Norddeutschland nur wünschenswert. Hannas Nachfrage, einen Einblick in den Studien und Schulalltag bekommen zu dürfen, wurde sofort mit einem freudigen ja beantwortet. Das muss man den Indern lassen, an Offenheit fehlt es ihnen nicht! Dennoch mussten wir mit Schrecken feststellen, dass schon/ wieder/noch, der nächste Tag ein Sonntag ist und dass auch in Indien, die Kinder am Sonntag nicht in die Schule gehen. Schade!
Müde und geschafft vom Tag fallen wir ins Bett, bereit ins Schlummiland zu verschwinden. Doch plötzlich hören wir schöne Klänge aus den Straßen. Von Neugier gepackt, schnell herunter, plötzlich sind wir wach und munter. Auf der Straße angekommen, erblicken wir einen bunten, prachtvollen Umzug. Vorweg stapft ein bunt bemalter Elefant, gefolgt von zwei ebenfalls festlich geschmückten Kamelen. Dahinter laufen Männer in roten traditionellen Kostümen, mit Fackeln in den Händen. Blasmusikanten sorgen für schöne, festliche Musik. Einige etwas ältere Kinder sitzen auf bunt geschmückten Pferden und die Kleinsten, die noch nicht Schritt halten können, auf einer Kutsche. Unzählige Frauen in wunderschönen Saris ergeben eine bunte, schillernde Masse. Ein alter Mann berichtet uns ganz aufgeregt, dass es sich hierbei um eine muslimische Hochzeit handelt. Im Nächsten Moment erblicken wir auch schon den Bräutigam auf einem Pferd. Sein Gesicht ist verhüllt und er trägt ein Hemd aus Rupies. Ständig strömen überwiegend Männer zu ihm, halten seine Hand, geben ihm Köstlichkeiten und flüstern ihm Etwas ins Ohr. Dieses Spektakel sollte noch die ganze Nacht weiter gehen und am Haus der Braut enden.
Mit einem warmen Gefühl im Bauch und lauter bezaubernden Bildern im Kopf, wiegen uns die Klänge der Hochzeit in dem Schlaf.

Samstag, 23. Februar 2013

Endlich sind wir da !

Hallo ihr Lieben
Der dritte Tag geht zuende und ihr wundert euch bestimmt warum ihr noch nichts von uns gehört habt.
Schon die Hinreise war sehr eindrucksvoll und angekommen in Delhi ließ uns die vielfältige bunte Lebensart Indiens keine Zeit zum schreiben, zur Ruhe zu kommen, geschweige denn zu ausreichendem Schlaf.
Es begann alles mit dem etwas anderen Flug mit Saudi Air, beten vor dem Abflug, Stewardessen mit Kopftuechern, Männer wechseln ihre Alltagskleidung zu weißen Gewändern, wir bekommen Socken, Decken, Kissen, Zahnbürste, Zahnpasta, Schlafmasken, und eine Menükarte die uns die Möglichkeit bot unser Essen, das ziemlich gut war, frei zu wählen. Also uns ging es auf jeden Fall nicht schlecht! ;-)
Ihr müsst wissen, dass unser Flug zwei Zwischenstopps beinhaltete, in Jaddah vier Stunden und in Riyadh eine Stunde Aufenthalt. Schon in der Ankunftshalle des King Jaddah International Airport wussten wir nicht wo wir zuerst hinschauen sollten.
Menschen in den unterschiedlichsten traditionellen Kleidern, Pilgergruppen, Familien, Frauen verhüllt von Kopf bis Fuß, Männer tragen lange Gewänder und Turbane und mitten drinnen wir und zwei andere als die einzigen Weißen.
Schon in Frankfurt am Gate, hatten wir das Gefühl uns in einem anderen Land zu befinden.
Auf dem Flug von Riyadh nach Delhi stiegen viele Inder zu und sofort entstand eine wuselige Atmosphäre, die wir aus Indien kennen :-) Die Araber sind deutlich ruhiger und distanzierter. von den Indern kamen sofort lächelnde Blicke und es wurde sofort Kontakt zu uns gesucht.
Nach über 30 Stunden Reise kamen wir endlich in Delhi an. Unsere indischen Freunde Amir und Shabir, mit denen wir auf unserem letzten Indientrip auf einem Hausboot in ihrer Familie lebten, holten uns vom Flughafen ab.
Es war ein unheimlich schönes Gefühl ihre erfreuten Gesichter zu sehen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie wundervoll es war, nach solch einer langen Zeit,diese beiden wieder in die Arme zu schließen.wir standen also nicht planlos, dem Kulturschock ausgesetzt, wie beim letzten mal, am Flughafen. Viel mehr wurden wir mit einer solchen Herzlichkeit empfangen.
Shabirs Schwester Neetu lebt mit ihrer Familie, ihrem Mann und dem 5 jährigen Sohn Saimen in einer ruhigen Ecke von Delhi. Hier haben wir unsere ersten 2 Tage verbracht. Obwohl sie uns nicht kannten hieß es sofort "my home is your home", "we are a big family" und "if you need anything don't be shy".
Von nun an war Saimen unser "Beya" (Bruder) und wir seine "Didis" (Schwestern).
Wir haben uns sofort Zuhause gefühlt und es war nicht zu spüren, dass wir eigentlich aus so unterschiedlichen Welten kommen. Durch unsere gegenseitige Offenheit und Interesse aneinander haben wir in vielen Gesprächen und über ein gegenseitiges Kochen füreinander versucht, uns, unsere verschiedenen Kulturen und Lebensarten näher zu bringen.Wir haben uns für Pasta entschieden, auch wenn man anzweifeln darf, ob es so deutsch ist ;-) Schon beim Einkauf für unser Gericht, stießen wir auf eine Herausforderung, denn es war garnicht so einfach die richtigen Zutaten zu finden. Am Ende hat es allen geschmeckt, auch wenn man nicht weiß ob es aus Höflichkeit so war ;-) in diesen Tagen hat sich die Familie nur nach uns gerichtet, Siaman ging nicht zur Schule und der " Maul" /(Papa)nicht zur Arbeit. Wir haben viel von Delhi gesehen, , diese Mal aus einer anderen Perspektive als beim letzten Mal. Dadurch, dass wir mit bzw wie Teil dieser Familie unterwegs waren, wurden wir nicht " belagert" und fühlten uns ein wie " locals" (Einheimische).
Wir lernten die Großeltern von Saimen kennen und wurden von einer befreundeten indischen Familie eingeladen, dessen ersten europäische Gäste wir waren. Das bekamen wir auch zu spüren. Wir wurden großzügig bewirtet, es wurden Fotos gemacht, einer der Söhne tanzte für uns, die Tochter malte uns schöne Hennatatoos auf die Arme und von der Mutter bekamen wir Fußkettchen und Ring geschenkt. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie wir uns gefühlt haben, aber dieses nicht anzunehmen hätte sie sehr enttäuscht. Unsere Abende verbrachten wir mit unser Familie im Bett. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. ;) Der Papa lag auf dem Boden mit dem Kopf auf unseren Rucksäcken, Saimen tobte oder spielte mit dem Laptop und die Anderen saßen mit uns auf dem Bett. Wir lachten, tranken, aßen und schmiedeten Pläne. Hanna heiratet einen Piloten, Clara einen Mann im Hotelbuisness, Shabir expandiert mit seinem Restaurant, Amir mit seinem Hausbooten und der Papa trägt etwas mit seinem It-Buisness dem ganzen Unterfangen bei. So ist es uns möglich immer, überall Urlaub zu machen und vor allem: uns gegenseitig zu besuchen. Clara wird Designerin für das Shoppen bunter Saris und eine gemütliche Innenausstattung von Amirs Hausbooten. Hanna wird die Lehrerin unser Kinder, damit sie auch auf Reisen etw. lernen können, denn dort lernt man schließlich am meisten;)
Nach dieser schönen Zeit fiel uns der Abschied heute morgen schwer.
Denn es ging weiter nach Rajasthan (Jaipur). Auf Wunsch unserer besorgten indischen Familie haben wir einen Fahrer der uns eine sichere Reise durch Rajasthan ermöglicht. Nun sitzen wir in einem netten Hostel, sind auf der einen Seite traurig über den Abschied, aber genießen auch die Ruhe nach dem Sturm.
Bis dahin erstmal Liebe aus Indien! Wir hoffen es geht euch gut.
Hanna & Clara

Mittwoch, 20. Februar 2013

Indien Klappe die Zweite !

Da sind wir wieder :)
Das Auf-den-letzten-Drücker-Chaos überwunden, den Alltagsabschiedstumult hinter uns gelassen, heißt es nun wieder : "Shanti Shanti"! :)
Jetzt sitzen wir hier mit einem Kaffee vor der Nase, der ICE rast durch die verschneite bergige Landschaft, Schneeflocken tanzen vor den Fenstern, alles ist Lichtdurchflutet und es ist kaum vorstellbar, dass uns in 24 Stunden ein Sommerzauber erwarten wird. Mit 24 Grad und Sonnenschein wird es in Delhi wohl ganz nett;)
Wir haben unsere Segel gespannt um uns vom Wind treiben zu lassen.
Trotz Abschiedswehmut, Müdigkeit und kitzelnder Vorfreude sind wir nicht aus der Ruhe zu bringen. Erst langsam beginnen wir zu realisieren, dass es jetzt endlich losgeht. Wir sind gespannt was uns erwartet, wir halten euch auf dem laufenden;) viel Liebe nach Hamburg!

Dienstag, 16. August 2011

Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus...16.8.

Grosse Leute, kleine Leute, dicke Leute, duenne Leute..
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus.
Clari geht nachhaus, Hanni geht nachhaus, du gehst nachhaus, wir gehen nachhaus..
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus.

Am 17.8. um 11.30 Uhr werden unsere Fuessis wieder deutschen Boden beruehrren...Es faellt uns sehr schwer Indien hinter uns zu lassen, aber natuerlich freuen wir uns auch auf euch!!! :) Und was auch sehr traurig ist, dass Hanna und Clara erstmal voneinander Abschied nehmen muessen, da die Hanna direkt weiter auf eine Bussi-europatour startet...

Bis spaeter ihr Lieben, die Freude ist gross!!!

Irgendwo in Indien 15.8.

Nach einem traurigen Abschied von der kleinen Chutni, sind wir nun in Sawai Madhopur. Keine Touristen weit und breit. Ueberall wuselt es von Wildschweinen mit ihren kleinen Babys.
Auf den Stufen vor dem Bahnhofsgebaeude setzten wir uns, um einen Blick in unseren Lonly Planet zu werfen, sofort wurden wir von sieben Indern umringt, die uns aus einem Meter Entfernung stumm anstarren, als waeren wir Ausserirdische.
Unser guest-house liegt ausserhalb des Ortskerns, in der Naehe des "Ranthambore Nationalparks". Gleich erfuhren wir, dass wir uns die offseason ausgesucht haben. Hier ist wortwoertlich nichts los, keine Touristen, keine Restaurants und keine Internetcafes. Dafuer begegnen wir Kamelen, Bussen mit 20 Indern auf dem Dach und wie immer zahlreichen Kuehen. Ausser den haesslichen Haeusern, gibt es hier nichts zu sehen.
Aber sobald man in den Jeep steigt und das Tor des Nationalparks passiert, kann man nur sagen: Willkommen im Dschungel.
Zurzeit ist eine Safari nicht moeglich, aufgrund der starken Regenfaelle. Doch hatten wir die Moeglichkeit, mit dem Jeep auf einer Strasse bis in die Mitte des Dschungels zu fahren, wo sich auf einem Berg gelegen ein Fourt befindet. Der Ausblick von hier oben ist unglaublich und man kann den ganzen Dschungel ueberblicken. Ausserdem befinden sich hier einige Tempel und wir begegneten einigen Pilgern. Ueberall huepfen kleine und grosse Aeffchen umher, wir sehen unmengen an Gruentoenen, die wir nicht zaehlen koennen, wunderschoene Baeume in den verschiedensten Formen und Farben, Wasserfaelle, Palmen, Seen und von pflanzen bewachsenen Ruinen. (Ein guter Ort fuer die 7ner Hochzeit;)

Leider ist der Zauber bald vorbei... Wir packen unsere Sachen und nehmen gleich den Zug nach Delhi, wo wir noch einen Tagverbringen, bevor wir in den Flieger steigen.
Wir freuen uns ganz doll auf euch!!!

Moin Moin 13.8.

Agra!
Wir stehen vor dem maechtigen Bahnhofsgebaeude, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, wir haben noch 15 min bis unser Zug abfaehrt. Die richtige Plattform zu finden, ist allerdings gar nicht so leicht, ueberall leuchten und blinken auf den Anzeigetafeln bunte Hindu-Schriftzeichen auf, auch die Durchsagestimme mit ihrem schoenen Indisch-Englisch ist kaum zu verstehen. Die ganze Geraeuschkulisse erinnert mehr an ein Super Mario Game. Ueberall wimmelt es von Menschen, die einen sitzen auf dem Boden und essen, andere warten ungeduldig auf ihren, schon um mehrere Stunden verspaeteten Zug, es wird gebettelt und viele liegen mitten im Dreck auf dem Boden und schlafen. Auch an Tieren mangelt es hier nicht. Mitten in der Bahnhofeinganshalle steht eine Kuh im Gewusel und schlaeft. Ueberall huepfen Aeffchen umher und auf den Bahnsteigen machen sich die Ratten daran, die herumliegenden Essensreste zu verzehren. Es laufen Menschen ueber die Gleise, Haendler preisen mit lauten Rufen ihre Waren an und vor uns sucht ein Blinder ein geeignetes Plaetzchen um sein Geschaeft zu verrichten.
Unser Zug traf mit 1 1\2 Std Verspaetung ein. Als der Zug einfuhr, wurde das Gewusel ploetzlich noch hektischer... All die Menschen, die ein Ticket fuer den Zweite-Klasse-Wagen hatten, begannen zu rennen, um sich einen guten bzw. einen Sitzplatz zu ergattern.
Wir hatten gluecklicherweise ein Ticket fuer die Sleeperclass. Das ist die indische MIttelklasse, in der man ein reservierten Sitzplatz hat, den man zu einem Bett ausklappen kann. Unsere Zugfahrt ging 13 std ueber Nacht. Es war unglaublich heiss aber auch sehr spannend, da viele indische Familien in dieser Klasse reisen und der Ausblick mal wieder keine Wuensche offen liess.
Morgens in Agra angekommen warteten Rauel und Moin, Freunde von Haroon (der owner vom guest-house in Varanasi).
Zuerst bezogen wir das sauberste Zimmer, was wir bisher in Indien gesehen haben. Wohlbemerkt sogar mit airconditioning, was bei den heissen Temperaturen (48 Grad) mehr als ein Geschenk war. Doch im Gegensatz zu Varanasi wurden wir hier vom Regen verschont. Rauel und Moin gaben sich unendlich viel Muehe und widmeten uns ihren ganzen Tag, fuhren uns in ihrem Auto umher und zeigten uns ein gutes Restaurant und den wunderschoenen "Methab Bagh Park", von dem wir einen tollen Ausblick auf das Taj Mahal hatten. Da das Taj Mahal Freitags geschlossen hat, besichtigten wir das Baby Taj, das quasi der Prototyp des grossen Taj (Mama-Taj) ist, um einen keinen Vorgechmack zu bekommen. Waehrend wir durch die Raeume getanzt sind, haben wir uns vorgestellt, dort mit der Kow/vski-Familie zu leben. Mords Gaudi. Es waer sogar Platz fuer Goja.
Achja teile niemals die Bank mit einem Affen.. Sie moegen zwar klein und suess sein, aber manchmal auch gemein (Ataaaacke - wuaaah).

Wie Haroon (aus Varanasi) uns erzaehlte,sei in letzter Zeit haeufiger das Ghostproblem in seinem Bekanntenkreis aufgetreten. In einem solchen Fall besucht der vom Geist befallene einen Guru/Baba, der den sechsten Sinn besitzt und die Geister verteiben kann. Wir waren sehr interessiert und Haroon arangierte, dass wir einen solchen Guru in Agra treffen konnten. Dies war eine sehr eigenartige Erfahrung. Wir trafen den alten Guru in einer huebschen kleinen Gartentempelanlage, wo seine Schueler beieinander sassen und Marihuana rauchten (daher der 6ste Sinn;). Da der Guru-Meister kein Englisch sprach, musste Moin uebersetzten. Der Guru sprach ein Mantra und Band uns ein schwarzes Band (in unserer Koerperlaenge) um den Arm, als Schutz vor den boesen Geistern.
Nach diesem spannenden Tag ging es frueh ins Bett, da es am naechsten Morgen schon um 5 Uhr zum Sonnenaufgang ins Taj Mahal ging. Es ist ein unglaublich beindruckendes Bauwerk und ein Symbol der unzerstoerbaren Liebe (967;). Der Mogulherrscher "Shah Jahan" soll das Gebauede in Gedenken an seine 2te Frau, die bei der Geburt ihres 14ten Kindes starb, erbaut haben.
Nun brachten uns Rauel und Moin zum Bahnhof. Mehr als unsere gluecklichen Gesichter wollten sie von uns nicht annehmen. Wir sind ihnen sehr dankbar fuer den schoenen Tag!
Jetzt sitzen wir im Zug nach Sawai Madhopur, wo der Nationalpark auf uns wartet. Wir teilen unsere Sitzecke mit einer indischen Mutter und ihren zwei Kindern. Die kleine Chutni ist uns soforrt ans Herz gewachsen, mit ihr spielen und malen wir. Nicht zu vergessen besteht die Verstaendigung aus Zeichensprache und Lachsignalen. So wird unsere 4 stuendige Fahrt schnell vorbei gehen. In vier Tagen habt ihr uns wieder, bis bald.

Explosion der Eindruecke !!! 11.8.

Die Sonne geht auf die Sonne geht unter Hanni und Clari sitzen auf dem Boot und wollen nicht runter :)
Noch schlaftrunken ging es fuer uns um 5 Uhr auf den Ganges. Euch mag es frueh erscheinen, doch gefuehlt ganz Varanasi ist um diese Uhrzeit schon auf den Beinen und es herrscht ein reges Treiben. Sadhus und viele andere Glaeubige vollfuehren ihre taeglichen morgentlichen Waschungen und Gebete, waehrend ich auf dem Ganges die Sonne spiegelt. Als waere es nicht schon Zauber genug, gab es fuer uns, fuer diesen Moment noch die Kirsche auf dem Vannillieeis mit Sahne, als unser Bootfahrer anfing unbeschreiblich schoen zu singen.
Nach dem der Tag so schoen begann, nahmen wir uns eine Rikscha. (Unser naechster Trip durch Indie ist mit einer eigenen Rikscha geplant ;) Als wir den Shiva-Tempel besichtigt hatten, machten wir einen kurzen stop an der Benares-Hindu-Universitaet. Sie ist ein aufwendiges Bauwerk, dass von grossen Parkanlagen umgeben ist (gegruendet 1916)
Ein High light fuer Hanna war natuerlich der Monkey-Tempel ;) ueberall wuselte es von Aeffchen in allen Altersklassen und Groessen. Danach ging es fuer uns zum roten, von Wasser umgebenen, Durga-Tempel, den wir leider nur von aussen betrachten konnten. Zu guter letzt ging es in den Bharat-Mata-Tempel, in dem sic eine Relief Karte aus Marmor von dem indischen Subkontinent befindet.
Waehrend wir unser Mix Veg. Curry aud dem Roof-top unseres Guesthouses zu uns nahmen, befan sich in unseren Koepfen ein Wirrwar aus schoenen Gebaeuden, aufwendigen Malereien, unterschiedlichen Skulpturen der Hinduistischen Gottheiten und wunderschoenen religioesen Gesaengen.
Nach einem kurzen Nap kuendigte sich auch schon der Sonnenuntergeng an und so ging es wieder auf den Ganges. Hier konnten wir die Trauerprozession und Einaescherung einer Leiche auf dem Stufen des Ghats miterleben. Diese Zeremonie ging etwa eine halbe Stunde und viele Menschen versammelten sich dort, um daran teil zu haben. Wir empfanden doe Prozedur als spannend, beeindruckend, schoen und doch auch ein wenig suspeckt. Als die Sonne untergegangen war, entzuendeten wir eine schwimmende Kerze und liessen diese mit vieen guten Herzenswuenschen fuer unsere Familie ( natuerlich auch die Kow/vski Familie <3) auf dem Ganges frei.
Nach diedem eindrucksreichen Tag, planten wir, den naechsten Tag shanti shanti an zu gehen. Dem war allerdings nicht so..
Nach dem breakfast gerieten wir in ein nettes Plaeuschen mit Haroon, dem guest-house-owner. Er berichtete uns von seinen Eindruecken und Erfahrungen, die er sammelte, waehrend er seine gute Freundin Bettina in Deutschland (Giessen) besuchte. Es war unglaublich spannend da wir so den Gegensatz zu unserem Erleben, wie ein Inder unsere Kultur und Land empfindet, nachvollziehen konnten. So faszinierte Haroon beispielsweise der Maxicosi fuer Babyz, Gaense, die schnellen Autos, die Sauberkeit, die schoenen Blumen, die grossen Einfamilienhaeuser und Deutschland Struktur und Ordnung, was er zuvor so noch nie gesehen hat.
Nach unserem Gespraech fragte uns Haroon ob wir Interesse daran haetten, ihn beim Stoffeinkauf zu begleiten und uns dort vor Ort die Produktionsstaetten an zu zchauen. Auf dem Weg dorthin hatten wir mehr das Gefuehl, unsere Rikscha wuerde schwimmen anstatt zu fahren, denn im Gegensatz zum Tag zuvor, an dem den ganzen Tag die Sonne schien, hatte es schon von den fruehen Morgenstunden an geregnet. Haroon erzaehlte uns, dass es der staerkste Regenfall in diesem Jahr sei. So sah es auch aus. Im knietiefen Wasser schwammen die Kinder in den Strassen, wir sahen eine Frau, der ihre Schuhe weg schwammen und andere Frauen mussten ihre Saris raffen, damit sie diese nicht verlieren, der Verkehr war ein reinstes Chaos, alle hatten Schwierigkeiten voran zu kommen und wir mitten drin.
In dem muslimischen Viertel arbeiten ueber 700 Arbeitskraefte, die zu der Herstellung der Stoffe beitragen. Wir bekamen einen guten Einblick in die Vorhergehensweise waehrend der verschiedenen Arbeitsschritte. So schoen die Stoffe auch am Ende sein moegen, mit soviel Arbeit ist die Herstellung auch verbunden. Die einzelnen Arbeitskraefte sitzen zum Teil bis zu Fuenf Wochen in einem dunklem Kaemmerchen am Webstuhl, bis ein Sari fertig ist und dann beginnen sie wieder von Neuem. Glaubt nicht, dass der Sari dann schon fertig ist... Ihr wisst ja, die lieben Inder stehen auf shiny shiny, deshalb ist der naechste Schritt mit viel Muehe und Handarbeit, die Glitzerpalietten auf den Sari zu sticken. Solch eine hochwertige Qualitaet hat allerdings auch seinen Preis.. So verzichteten wir auf einen Einkauf.
Jetzt heisst es auch schon wieder Abschied nehmen und es erwartet uns, unsere erste Bahnfahrt in Indien.
Fortsetzung folgt aus Agra.

Mittwoch, 10. August 2011

Choonchoona Choonchooni Frantafackanuni - 9.8.

Godbye Leh! :(
Heute morgen in aller Fruehe hatten wir das Vergnuegen den Himalaya von oben zu betrachten. Nun ist weit und breit kein Berg mehr zu sehen, dafuer wohnen wir jetzt zwei Minuten vom Ganges entfernt, in Varanasi.

Die letzten Tage in Leh gingen einfach viel zu schnell vorbei. Waehrend eines Motorradtrips mit Till und Daniel, hatten wir die Moeglichkeit einzigartige Orte erkunden zu koennen, die wir sonst kau erreicht haetten. Ob in der Mittagssonne oder in der Abenddaemerung, es war traumhaft von den umliegenden Bergen aus, Leh zu betrachten.
Da wir keine Uhr, geschweige denn einen Wecker, besitzten und uns strikt dagegen weigern, weil wir unsere Zeitlosigkeit geniessen,hiess es : die Nacht vor dem Flug durchmachen. Wir haben die Zeit sehr genossen, da es uns unglaublich schwer fiel Daniel zurueck zu lassen (Till hatte uns schon ein paar Stunden zuvor verlassen). Beide Fluege waren sehr kurz (eine Stunde), dennoch zog sich die Reise hin, da wir in Delhi 4 Stunden Aufenthalt hatten. Doch gluecklicherweise haben wir die einzigen zwei Sofas im ganzen Flughafen ausfindig machen koennen und so bekamen wir doch ein wenig Schlaf.
Lieber Papa-Uli (Geh mal zu Facebook und nimm Clara als deine Tochter an) wir koennen nun verstehen, was du Hanna in Bezug auf das Fliegen in Indien berichtetest. Es ist nicht einfach fuer Koerper und Seele, in so kurzer Zeit, an einem komplett anderen Ort zu sein. So ist beispielsweise das Klima in Varanasi ein volkommen anderes. Es ist heiss, schwuel, bedeckt und regnerisch. Auf einmal finden wir an Stelle von Baeumen und Wuestenbergen, Palmen und den Ganges. Touristen muesste man in den Massen von Indern suchen.
Im Gegensatz zum ueberschaubaren Leh, ist Varanasi einfach nur ein Wirrwarr oder die reinste Reizueberflutung. Die Strassen sind stets voller Menschen, aus allen Ecken ertoenen Geraeusche und wenn man durch die vielen kleinen Gaesschen laeuft, bekommt man einen guten Einblick in das Familienleben der Inder. Denn die Tueren sind meist geoeffnet und das Leben spielt sich viel draussen auf der Strasse ab.

Nun werden wir todmuede in unser Bettchen fallen und morgen frueh um 5 Uhr erwartet uns dann eine Bootstour bei Sonnenaufgang, auf dem Ganges.

Feuchte Kuesse aus dem feuchten Varanasi.

Sonntag, 7. August 2011

"Juley"

Mit (fast) vollen Kraeften sitzen wir nun im Wonderland, auf 3.400 m Hoehe. Die Zeiten der Krankheit und des Nichts tuns sind vorbei und so haben wir nun die wunderschoene Stadt, in der wir jetzt schon seit einigen Tagen herrumduempeln, endlich erkunden koennen.
Wir geniessen es sehr, mal ein wenig mehr Zeit an einem Ort zu verbringen.
Unsere letzten Tage waren spannend entspannt, wie haben den neun stoeckigen , auf einem Berg gelegenen Leh-Palast (erbaut 1553), erkundet, der einst das hoechste Gebaeude der Welt war. Es fuehlte sich so an, als wuerden wir uns in einem Labyrinth befinden, kleine Leitern mussten erklommen werden, doch wenn man es bis aufs Dach geschafft hatte, wurde man mit einem "nice view, nice view" belohnt. Besonders gut hat es uns auch auf der "Shanti-Stupa" gefallen, die einst von japanischen Moenchen, zur Foerderung des Weltfriedens erbaut wurde. Auch sie ist auf einem Berg gelegen und so ist man ( bei unser Kondition;) ganz schoen ausser Atem, wenn man oben ankommt. Aber wir wurden auch hier wieder einem atemberaubenden Ausblick empfangen. Nachdem wir die wundervollen aufwendig, buntbemalten Reliefs bewundert hatten, sassen wir da und die Sonne ging unter. Ein Zauberhafter Moment.

Durch einen lustigen Zufall haben wir einen Aushang fuer einen Kochkurs entdeckt und damit einen Glueckstreffer gelandet. Der Kochkurs fand im Kalash-guesthouse statt, dass mit viel Liebe von der Franzoesin Sofie, ihrem Ladakhi-Mann und dem verrueckten Nonzo gefuehrt wird. Nicht zu vergessen das Familienoberhaupt, die dreijaehrige Luni, die mit ihrem Charme jeden um den Finger wickelt. Wir sind jetzt Spezialisten in der Zubereitung von Momos und dem Ladakhi-Gemueseeintopf mit selbstgemachten Nudeln. Also, freut euch auf einen Ladakhi-Schmaus.. :)

In Ladakh, dem kleinen Tibet, ist hauptsaechlich der Buddhismus vertreten. So ergriffen wir unsere Chance und machten einen einfuehrenden Meditationskurs, der von einem Lama aus Leh angeleitet wurde. Anders als unsere Meditationserfahrungen in Deutschland, haben Umgebung und Lebensart hier einfach mehr Authentitaet und es macht es einfacher sich auf die Sache ein zu lasssen.

Gestern war in ganz Ladakh ein Memorialday da es im letzten Jahr, aufgrund von besonders starken Regenfaellen zu Erdrutschen gekommen war, bei dem viele Menschen verunglueckt sind. Aus Solidaritaet und Gedenken an die Verstorbenen, wurden alle Restaurants und Laeden geschlossen. Wir haben den Tag genutzt und sind mit Freunden zu einem nahegelegenen See gelaufen. Hier haben wir zusammen gesessen, Musik gemacht und uns gemeinsam des Lebens erfreut.

Wir haben zwei unglaublich liebe Wegbegleiter, Till vom Bodensee und Daniel aus Israel, gefunden. Daniel, der Lautenspieler, sagt ueber sich: "Er sei bloss ein kleiner Junge, der auf der Suche nach der realen Liebe ohne Hintergedanken und seinem inneren Frieden ist."
Till ist ein Getriebener. Getrieben von der Suche nach einem neuen Leben und Sinn nach der Bundeswehr. Es ist sehr lustig und bereichernd mit den Beiden.

Hier in Ladakh - Leh werden wir mit vielem Neuen und Interessanten konfrontiiert. So duerfen hier beispielsweise keine Sms verschickt werden, zur vermeidung der Prostitution und des Terrorismus.
Achja, Supermaerkte gibt es in ganz Indien nicht... Alles was man so benoetigt, kauft man in kleinen Kiosken und auf Basaren.

Es macht uns sehr zu schaffen, dass die letzten zwei Wochen angebrochen sind (auch wenn wir uns natuerlich auf euch freuen).
Ganz viel Liebe aus Indien, bis bald.

Montag, 1. August 2011

Magical Healing Mantra: Om Mani Padme Hum

http://www.youtube.com/watch?v=TDUdT5z_CBU&feature=fvwrel

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Wunnebar
Hallo Maren, alles ist gut! Besonders schön ist gerade...
MAG-Berlin - 29. Jul, 20:50
Büdde :)
Ich hatte Hanna auch gleich ne Mail bei FB geschickt,...
MM3478 - 29. Jul, 19:51
Danke
Hallo Maren, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Claras...
MAG-Berlin - 29. Jul, 16:37
Hallo
Ich hab Hanna am 26.7. eine Mail bei Facebook geschrieben...
MM3478 - 29. Jul, 16:25
Clara / Hanna bitte ein...
Hallo Ihr Lieben, wir machen uns gerade ein Gedanken...
MAG-Berlin - 27. Jul, 16:34

Links

Suche

 

Status

Online seit 5321 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 29. Jul, 20:50

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren