Weiter geht's, immer unterwegs :)
Wir fanden uns in einem pinkfarbenen, mit Hawaiiblumen verzierten, bunt blinkenden, zweistöckigen Riesenbus wieder, der uns mehr an einen Spaceshuttle erinnerte als an ein herkömmliches Gefährt mit dem es gilt sein Ziel zu erreichen. So brachten wir unsere durchaus bequemen Sitze in Liegeposition, kuschelten uns in die pinkfarbenen Decken und die dazu farblich passenden Kissen.
Mit Sonnenaufgang erreichten wir die Stadt "Ranong" und stiegen mit Sack und Pack auf die Ladefläche eines Pickups, welche hier gern als Taxis verkehren. Nach einer schaukeligen Fahrt galt es drei Stunden, an einem kleinen kleinen Fähranleger, auf die erste Fähre zu warten. Mit der Assoziation Thailands-Insel-Strandparadies im Kopf, dem Bedürfnis nach Urlaub im Sinne von Regenerationszwecken und der ebenfalls existierenden Furcht vor Touristeninvasion, entschieden wir uns für die winzige Insel "little Koh Chang". Diese liegt in der Amandensea, nahe der birmanischen Grenze.
Im Gegensatz zum Bus, kam die kleine Fähre den Verkehrsmitteln, in denen wir in den vergangenen zwei Monaten so viele Stunden verbrachten hatten, schon viel näher.
Zunächst einmal galt es auf einem schmalen, morsch wirkendem Holzbrett an Board zu gelangen. Mit unseren Rucksäcken auf den Rücken, ein Balanceakt.
Unter Deck begrüßte uns ein muffiger Geruch und die abmontierten, alten, spackigen Autositzbänke.
Große Plastikplanen dienten als Schiffswand und unter der weißen Farbe blinzelte uns von überall her Rost entgegen. Einige der Mitteisenden - überwiegend Thailänder - machten es sich, was uns dann doch leicht irritierte, gut eingepackt in Schwimmwesten auf ihren Sitzen bequem.
Von Müdigkeit geplagt dachten wir nicht weiter drüber nach und suchten uns ein Plätzchen mit bestmöglichem Ausblick.
Wir glitten durch das noch trübe Hafenwasser, während die Sonne uns langsam begrüßte. Vorbei an den Fischern im vollen Arbeitseifer, deren Boote unter ihren gewaltigen Netzkonstruktionen kaum mehr als solche identifizierbar waren.
Den Hafen weit hinter uns gelassen, glitzerte uns das Meer mittlerweile Türkis Blau entgegen und wir passierten unzählige kleine Inseln. Mit klein meinen wir wirklich klein. Sie scheinen verlassen, keine Häuschen sind zusehen, nur grüner Dschungel soweit das Auge reicht. Da kam schon Entdeckerlust auf;). Mit Kurs auf "little Koh Chang"erfuhren wir dann vom Schiffspersonal, dass sich auf dieser Insel wohl mittlerweile nur noch ein Guesthouse befindet, keinerlei Infrastruktur, geschweige denn Elektrizität.
Hin und her gerissen, ob wir dem durch die Parasitenmisere noch sehr geschwächten Körper dieses Abenteuer zumuten sollten, entging uns beinahe, dass das Schiff zum stehen gekommen war. Vertieft in unsere Überlegungen wurden wir erst aufmerksam als wir Gehämmer aus dem Motorenraum vernahmen und Startversuche kläglich scheiterten. Eine gefühlte lange Weile später setzte sich unser Boot wieder in Bewegung als wäre nie was gewesen.
Vernünftig wie wir sind, entschieden wir uns natürlich für den sichereren Weg;) Es ging also eine Insel weiter, nach "Koh Phayam".
"Koh Phayam" ist keineswegs groß und doch bietet die Insel eine Auswahl einer Handvoll Essens- und Übernachtungsmöglichkeiten. "Koh Phayam" gehört offiziell zum "Laem-Son-Nationalpark". Hier fahren keine Autos, es gibt ausschließlich ein paar betonierte Motorradwege die es möglich machen durch die bewaldete Inselmitte zu den Stränden zu gelangen. Angekommen schnappten wir uns sogleich einen Scooter und folgten stundenlang den, in Schlangenlinien verlaufenden Wegen quer durch den Dschungel, fasziniert von der Geräuschkulisse die sogar das Tuckern unseres Motors übertönte.
Nachdem wir nun gefühlt beinahe jede Abzweigung genommen und uns einen Überblick über die so beschauliche, kleine Insel verschafft hatten, entschieden wir in Hafennähe nach einer Bleibe für die kommende Nacht Ausschau zu halten.
Aus unerfindlichen Gründen wollte der Funke nicht überspringen und unsere Begeisterung für dieses Inselleben hielt sich in Grenzen. Viel mehr war uns danach, unsere Reise am folgenden Tag fort zu setzen.
Wir haben keineswegs großartige Kritikpunkte zu äußern, vielleicht sind wir verwöhnt von den vielen schönen Stränden und wunderbaren Orten die wir "trafen". Wie dem auch sei, wir waren einfach nicht entzückt.
Als wolle uns die Insel nicht auf diesem Wege verabschieden, fanden wir überraschender Weise mit Eintritt der Abenddämmerung eine unglaublich nette Bleibe.
Ein kleiner kreativ gestalteter Garten, direkt am Strand gelegen, der uns Fusionatmosphäre vermittelte. Alte Sofas im Sand, Hängematten, Lichterketten, per Hand bemalte Holzschilder, ein Baumhaus und eine bunt gestaltete Bar, aus wild zusammengewürfelten Brettern, luden ein, es sich gemütlich zu machen.
Nachdem wir feststellen mussten, dass alle Bambushütten belegt waren, bezogen wir ein kleines Zelt mit Meerblick.
Doch auch so eine schöne Bleibe im Wald hat seine Tücken. So wurde Clara in der Hängematte von kleinen mysteriösen Insekten attackiert. Da half nur noch der Sprung ins Meer.
Trotz alledem zog es uns weiter und am nächsten Morgen befanden wir uns wieder an Board der Fähre. Diesmal erreichten wir das Festland pannenfrei und nun ging es von der Amandensea rüber zum Golf von Thailand. Unser nächstes Ziel sollte die Insel "Koh Phagnan" sein. Um diese zu erreichen mussten wir zunächst einmal eine Fähre nach "Koh Samui" nehmen wo wir, entgegen der zuvor erhaltenen Auskünfte, feststellen mussten, dass in den Abendstunden keine Anschlussfähre mehr verkehrte. So mussten wir wohl oder übel eine Nacht auf "Koh Samui" verbringen. Etwas ratlos und aufgeschmissen wo wir nun eine preisgünstige und nahe der Fähre gelegene Unterkunft finden sollten, sprachen wir ein, am Hafen sitzendes, junges Pärchen an. Sie erzählten uns, unsere Fähre würde wohl am "Buddha-Pier" am anderen Ende der Insel, in den frühen Morgenstunden, ablegen. Hilfsbereit baten sie sogleich an, uns mit ihrem Auto dorthin zu fahren, da es auf ihrem Weg läge.
Wir checkten in die dort verhältnismäßig günstigste Unterkunft ein, die wir finden konnten und waren überrascht, dass uns für 6 Euro die Nacht sogar Pool, Fernseher und eigenes Bad mit warmer Dusche zur Verfügung standen ;).
So entschlossen wir uns kurzer Hand dagegen, die erste Fähre im Morgengrauen zu nehmen, um diesen "Luxus" noch etwas auskosten zu können;).
Soviel erstmal, bald mehr von "Koh Pagnan"..<3
Mit Sonnenaufgang erreichten wir die Stadt "Ranong" und stiegen mit Sack und Pack auf die Ladefläche eines Pickups, welche hier gern als Taxis verkehren. Nach einer schaukeligen Fahrt galt es drei Stunden, an einem kleinen kleinen Fähranleger, auf die erste Fähre zu warten. Mit der Assoziation Thailands-Insel-Strandparadies im Kopf, dem Bedürfnis nach Urlaub im Sinne von Regenerationszwecken und der ebenfalls existierenden Furcht vor Touristeninvasion, entschieden wir uns für die winzige Insel "little Koh Chang". Diese liegt in der Amandensea, nahe der birmanischen Grenze.
Im Gegensatz zum Bus, kam die kleine Fähre den Verkehrsmitteln, in denen wir in den vergangenen zwei Monaten so viele Stunden verbrachten hatten, schon viel näher.
Zunächst einmal galt es auf einem schmalen, morsch wirkendem Holzbrett an Board zu gelangen. Mit unseren Rucksäcken auf den Rücken, ein Balanceakt.
Unter Deck begrüßte uns ein muffiger Geruch und die abmontierten, alten, spackigen Autositzbänke.
Große Plastikplanen dienten als Schiffswand und unter der weißen Farbe blinzelte uns von überall her Rost entgegen. Einige der Mitteisenden - überwiegend Thailänder - machten es sich, was uns dann doch leicht irritierte, gut eingepackt in Schwimmwesten auf ihren Sitzen bequem.
Von Müdigkeit geplagt dachten wir nicht weiter drüber nach und suchten uns ein Plätzchen mit bestmöglichem Ausblick.
Wir glitten durch das noch trübe Hafenwasser, während die Sonne uns langsam begrüßte. Vorbei an den Fischern im vollen Arbeitseifer, deren Boote unter ihren gewaltigen Netzkonstruktionen kaum mehr als solche identifizierbar waren.
Den Hafen weit hinter uns gelassen, glitzerte uns das Meer mittlerweile Türkis Blau entgegen und wir passierten unzählige kleine Inseln. Mit klein meinen wir wirklich klein. Sie scheinen verlassen, keine Häuschen sind zusehen, nur grüner Dschungel soweit das Auge reicht. Da kam schon Entdeckerlust auf;). Mit Kurs auf "little Koh Chang"erfuhren wir dann vom Schiffspersonal, dass sich auf dieser Insel wohl mittlerweile nur noch ein Guesthouse befindet, keinerlei Infrastruktur, geschweige denn Elektrizität.
Hin und her gerissen, ob wir dem durch die Parasitenmisere noch sehr geschwächten Körper dieses Abenteuer zumuten sollten, entging uns beinahe, dass das Schiff zum stehen gekommen war. Vertieft in unsere Überlegungen wurden wir erst aufmerksam als wir Gehämmer aus dem Motorenraum vernahmen und Startversuche kläglich scheiterten. Eine gefühlte lange Weile später setzte sich unser Boot wieder in Bewegung als wäre nie was gewesen.
Vernünftig wie wir sind, entschieden wir uns natürlich für den sichereren Weg;) Es ging also eine Insel weiter, nach "Koh Phayam".
"Koh Phayam" ist keineswegs groß und doch bietet die Insel eine Auswahl einer Handvoll Essens- und Übernachtungsmöglichkeiten. "Koh Phayam" gehört offiziell zum "Laem-Son-Nationalpark". Hier fahren keine Autos, es gibt ausschließlich ein paar betonierte Motorradwege die es möglich machen durch die bewaldete Inselmitte zu den Stränden zu gelangen. Angekommen schnappten wir uns sogleich einen Scooter und folgten stundenlang den, in Schlangenlinien verlaufenden Wegen quer durch den Dschungel, fasziniert von der Geräuschkulisse die sogar das Tuckern unseres Motors übertönte.
Nachdem wir nun gefühlt beinahe jede Abzweigung genommen und uns einen Überblick über die so beschauliche, kleine Insel verschafft hatten, entschieden wir in Hafennähe nach einer Bleibe für die kommende Nacht Ausschau zu halten.
Aus unerfindlichen Gründen wollte der Funke nicht überspringen und unsere Begeisterung für dieses Inselleben hielt sich in Grenzen. Viel mehr war uns danach, unsere Reise am folgenden Tag fort zu setzen.
Wir haben keineswegs großartige Kritikpunkte zu äußern, vielleicht sind wir verwöhnt von den vielen schönen Stränden und wunderbaren Orten die wir "trafen". Wie dem auch sei, wir waren einfach nicht entzückt.
Als wolle uns die Insel nicht auf diesem Wege verabschieden, fanden wir überraschender Weise mit Eintritt der Abenddämmerung eine unglaublich nette Bleibe.
Ein kleiner kreativ gestalteter Garten, direkt am Strand gelegen, der uns Fusionatmosphäre vermittelte. Alte Sofas im Sand, Hängematten, Lichterketten, per Hand bemalte Holzschilder, ein Baumhaus und eine bunt gestaltete Bar, aus wild zusammengewürfelten Brettern, luden ein, es sich gemütlich zu machen.
Nachdem wir feststellen mussten, dass alle Bambushütten belegt waren, bezogen wir ein kleines Zelt mit Meerblick.
Doch auch so eine schöne Bleibe im Wald hat seine Tücken. So wurde Clara in der Hängematte von kleinen mysteriösen Insekten attackiert. Da half nur noch der Sprung ins Meer.
Trotz alledem zog es uns weiter und am nächsten Morgen befanden wir uns wieder an Board der Fähre. Diesmal erreichten wir das Festland pannenfrei und nun ging es von der Amandensea rüber zum Golf von Thailand. Unser nächstes Ziel sollte die Insel "Koh Phagnan" sein. Um diese zu erreichen mussten wir zunächst einmal eine Fähre nach "Koh Samui" nehmen wo wir, entgegen der zuvor erhaltenen Auskünfte, feststellen mussten, dass in den Abendstunden keine Anschlussfähre mehr verkehrte. So mussten wir wohl oder übel eine Nacht auf "Koh Samui" verbringen. Etwas ratlos und aufgeschmissen wo wir nun eine preisgünstige und nahe der Fähre gelegene Unterkunft finden sollten, sprachen wir ein, am Hafen sitzendes, junges Pärchen an. Sie erzählten uns, unsere Fähre würde wohl am "Buddha-Pier" am anderen Ende der Insel, in den frühen Morgenstunden, ablegen. Hilfsbereit baten sie sogleich an, uns mit ihrem Auto dorthin zu fahren, da es auf ihrem Weg läge.
Wir checkten in die dort verhältnismäßig günstigste Unterkunft ein, die wir finden konnten und waren überrascht, dass uns für 6 Euro die Nacht sogar Pool, Fernseher und eigenes Bad mit warmer Dusche zur Verfügung standen ;).
So entschlossen wir uns kurzer Hand dagegen, die erste Fähre im Morgengrauen zu nehmen, um diesen "Luxus" noch etwas auskosten zu können;).
Soviel erstmal, bald mehr von "Koh Pagnan"..<3
hannakowski - 27. Apr, 07:35