Namaste!

Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und wird auch "the pink city" genannt. Die Gebäude des gesamten Stadtkerns sind aus Backstein errichtet. Hier herrscht ein wuseliges Treiben, überall Märkte , die Menschen sitzen auf der Straße, Kinder spielen cricket, Kamele, Elefanten, Kühe ziehen an uns vorbei und so manches mal kriegt man einen Affen zu Gesicht.
Der Verkehr ist ein reinstes Chaos. Dazu muss man sagen, wenn die Inder statt der Hupe die Blinker benutzen würden, könnte man zumindest ansatzweise vorausschauend fahren und es wäre um einiges leiser. Doch Regeln kennen die Inder nicht. Vielmehr heißt es wohl: der Stärkere/Schnellere setzt sich durch und irgendwie kreuz und quer. So müssen wir immer auf der Hut sein den hupenden Autos und Motorrädern auszuweichen. Jaipur ist im Vergleich zu anderen indischen Hauptstädten eine sehr saubere Stadt.
Eine Mischung aus alt und neu beherrscht die bunten chaotischen Straßenzüge.
Rajasthan ist für seine Kamelwolle, Seide und aller Arten von Steinen bekannt. Wir hatten die Möglichkeit einen Einblick in eine kleine Fabrik zu bekommen , in der Stoffe mit aus Pflanzen gewonnenen Farben, per Hand, bedruckt werden. In dem Kellerraum ohne Fenster sitzen, zum Zeitpunkt unseres Besuches, vier Menschen.
Zwei halten große aus Holz geschnitzte Stempel in der Hand und die anderen beiden Sitten an "antiken" Nähmaschien. Wir sind beeindruckt mir welcher Genauigkeit und Tempo hier diese verschiedenen Arbeitsschritte, bei den schlechten Lichtbedingungen, so erfolgreich durchgeführt werden.
Wie der Zufall es wollte, wurden wir nicht von irgendwem durch die Fabrik geführt, sondern von Neeraj, einem Lehramtstudenten. (Hanna studiert auch auf Lehramt ;-) so ergab sich schnell ein angeregtes Gespräch über die Unterschiede des Studiengangs, so wie Wünsche und Vorstellungen. Im Gegensatz zum deutschen Studiengang ist es dem indischen Lehramtsstudenten möglich von Studienbeginn an mehrmals die Woche, einige Stunden aktiv, im Beisein eines ausgebildeten Lehrers, zu unterrichten. Das wäre in Norddeutschland nur wünschenswert. Hannas Nachfrage, einen Einblick in den Studien und Schulalltag bekommen zu dürfen, wurde sofort mit einem freudigen ja beantwortet. Das muss man den Indern lassen, an Offenheit fehlt es ihnen nicht! Dennoch mussten wir mit Schrecken feststellen, dass schon/ wieder/noch, der nächste Tag ein Sonntag ist und dass auch in Indien, die Kinder am Sonntag nicht in die Schule gehen. Schade!
Müde und geschafft vom Tag fallen wir ins Bett, bereit ins Schlummiland zu verschwinden. Doch plötzlich hören wir schöne Klänge aus den Straßen. Von Neugier gepackt, schnell herunter, plötzlich sind wir wach und munter. Auf der Straße angekommen, erblicken wir einen bunten, prachtvollen Umzug. Vorweg stapft ein bunt bemalter Elefant, gefolgt von zwei ebenfalls festlich geschmückten Kamelen. Dahinter laufen Männer in roten traditionellen Kostümen, mit Fackeln in den Händen. Blasmusikanten sorgen für schöne, festliche Musik. Einige etwas ältere Kinder sitzen auf bunt geschmückten Pferden und die Kleinsten, die noch nicht Schritt halten können, auf einer Kutsche. Unzählige Frauen in wunderschönen Saris ergeben eine bunte, schillernde Masse. Ein alter Mann berichtet uns ganz aufgeregt, dass es sich hierbei um eine muslimische Hochzeit handelt. Im Nächsten Moment erblicken wir auch schon den Bräutigam auf einem Pferd. Sein Gesicht ist verhüllt und er trägt ein Hemd aus Rupies. Ständig strömen überwiegend Männer zu ihm, halten seine Hand, geben ihm Köstlichkeiten und flüstern ihm Etwas ins Ohr. Dieses Spektakel sollte noch die ganze Nacht weiter gehen und am Haus der Braut enden.
Mit einem warmen Gefühl im Bauch und lauter bezaubernden Bildern im Kopf, wiegen uns die Klänge der Hochzeit in dem Schlaf.

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