Moin Moin 13.8.

Agra!
Wir stehen vor dem maechtigen Bahnhofsgebaeude, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, wir haben noch 15 min bis unser Zug abfaehrt. Die richtige Plattform zu finden, ist allerdings gar nicht so leicht, ueberall leuchten und blinken auf den Anzeigetafeln bunte Hindu-Schriftzeichen auf, auch die Durchsagestimme mit ihrem schoenen Indisch-Englisch ist kaum zu verstehen. Die ganze Geraeuschkulisse erinnert mehr an ein Super Mario Game. Ueberall wimmelt es von Menschen, die einen sitzen auf dem Boden und essen, andere warten ungeduldig auf ihren, schon um mehrere Stunden verspaeteten Zug, es wird gebettelt und viele liegen mitten im Dreck auf dem Boden und schlafen. Auch an Tieren mangelt es hier nicht. Mitten in der Bahnhofeinganshalle steht eine Kuh im Gewusel und schlaeft. Ueberall huepfen Aeffchen umher und auf den Bahnsteigen machen sich die Ratten daran, die herumliegenden Essensreste zu verzehren. Es laufen Menschen ueber die Gleise, Haendler preisen mit lauten Rufen ihre Waren an und vor uns sucht ein Blinder ein geeignetes Plaetzchen um sein Geschaeft zu verrichten.
Unser Zug traf mit 1 1\2 Std Verspaetung ein. Als der Zug einfuhr, wurde das Gewusel ploetzlich noch hektischer... All die Menschen, die ein Ticket fuer den Zweite-Klasse-Wagen hatten, begannen zu rennen, um sich einen guten bzw. einen Sitzplatz zu ergattern.
Wir hatten gluecklicherweise ein Ticket fuer die Sleeperclass. Das ist die indische MIttelklasse, in der man ein reservierten Sitzplatz hat, den man zu einem Bett ausklappen kann. Unsere Zugfahrt ging 13 std ueber Nacht. Es war unglaublich heiss aber auch sehr spannend, da viele indische Familien in dieser Klasse reisen und der Ausblick mal wieder keine Wuensche offen liess.
Morgens in Agra angekommen warteten Rauel und Moin, Freunde von Haroon (der owner vom guest-house in Varanasi).
Zuerst bezogen wir das sauberste Zimmer, was wir bisher in Indien gesehen haben. Wohlbemerkt sogar mit airconditioning, was bei den heissen Temperaturen (48 Grad) mehr als ein Geschenk war. Doch im Gegensatz zu Varanasi wurden wir hier vom Regen verschont. Rauel und Moin gaben sich unendlich viel Muehe und widmeten uns ihren ganzen Tag, fuhren uns in ihrem Auto umher und zeigten uns ein gutes Restaurant und den wunderschoenen "Methab Bagh Park", von dem wir einen tollen Ausblick auf das Taj Mahal hatten. Da das Taj Mahal Freitags geschlossen hat, besichtigten wir das Baby Taj, das quasi der Prototyp des grossen Taj (Mama-Taj) ist, um einen keinen Vorgechmack zu bekommen. Waehrend wir durch die Raeume getanzt sind, haben wir uns vorgestellt, dort mit der Kow/vski-Familie zu leben. Mords Gaudi. Es waer sogar Platz fuer Goja.
Achja teile niemals die Bank mit einem Affen.. Sie moegen zwar klein und suess sein, aber manchmal auch gemein (Ataaaacke - wuaaah).

Wie Haroon (aus Varanasi) uns erzaehlte,sei in letzter Zeit haeufiger das Ghostproblem in seinem Bekanntenkreis aufgetreten. In einem solchen Fall besucht der vom Geist befallene einen Guru/Baba, der den sechsten Sinn besitzt und die Geister verteiben kann. Wir waren sehr interessiert und Haroon arangierte, dass wir einen solchen Guru in Agra treffen konnten. Dies war eine sehr eigenartige Erfahrung. Wir trafen den alten Guru in einer huebschen kleinen Gartentempelanlage, wo seine Schueler beieinander sassen und Marihuana rauchten (daher der 6ste Sinn;). Da der Guru-Meister kein Englisch sprach, musste Moin uebersetzten. Der Guru sprach ein Mantra und Band uns ein schwarzes Band (in unserer Koerperlaenge) um den Arm, als Schutz vor den boesen Geistern.
Nach diesem spannenden Tag ging es frueh ins Bett, da es am naechsten Morgen schon um 5 Uhr zum Sonnenaufgang ins Taj Mahal ging. Es ist ein unglaublich beindruckendes Bauwerk und ein Symbol der unzerstoerbaren Liebe (967;). Der Mogulherrscher "Shah Jahan" soll das Gebauede in Gedenken an seine 2te Frau, die bei der Geburt ihres 14ten Kindes starb, erbaut haben.
Nun brachten uns Rauel und Moin zum Bahnhof. Mehr als unsere gluecklichen Gesichter wollten sie von uns nicht annehmen. Wir sind ihnen sehr dankbar fuer den schoenen Tag!
Jetzt sitzen wir im Zug nach Sawai Madhopur, wo der Nationalpark auf uns wartet. Wir teilen unsere Sitzecke mit einer indischen Mutter und ihren zwei Kindern. Die kleine Chutni ist uns soforrt ans Herz gewachsen, mit ihr spielen und malen wir. Nicht zu vergessen besteht die Verstaendigung aus Zeichensprache und Lachsignalen. So wird unsere 4 stuendige Fahrt schnell vorbei gehen. In vier Tagen habt ihr uns wieder, bis bald.

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