Gokarna
Auch wenn wir und gar nicht von Hampi trennen mochten, musste unsere Reise schon aufgrund der Hitze weiter gehen. Überrascht davon, dass uns ein Sleeperbus direkt von Hampi nach Gokarna bringen sollte, traten wir leichtfüßig diese so vermeintlich einfache Reise an. Natürlich hielt unser liebes Indien mal wieder ein paar Tücken bereit. Unser Bus sollte von der nächst größeren Stadt "Hospet" abfahren, die es zunächst einmal mit dem Localbus zu erreichen galt.
Mit ruhigen Gemütern, in letzte Gespräche vertieft, machten wir uns um 17 Uhr auf den Weg zum Localbus, der 30 min fahren sollte. Die Rucksäcke klebten an unser schwitzigen Haut. Endlich im Bus mit den Rucksäcken auf den Schößchen, schaukelte die Sauna los. Nachdem die Weile zu einer gefühlten langen Weile wurde und einem Blick auf die Uhr später, wurde uns bewusst, dass wir schon in etwa 10 Minuten am Bus sein sollten und dieser schon in 20 min abfahren sollte. So langsam wurden wir unruhig, zumindest in dem Maße, indem es unser Energiehaushalt zu ließ;)
Recht hektisch sprangen wir weitere 10 min später aus dem Bus und hetzten los. Doch unsere Suche nach dem Sleeperbus sollte sich als etwas schwierig gestalten. Unser Bus sollte vor der Travellagendcy abfahren, doch jeden den wir nach "Paolo Travells" fragten, zeigte auf andere Busse und wies uns in andere Richtungen. Mit roten Köpfen spurteten wir die Straße so einige Male hoch und runter, riefen gestresst "Paolo Travells", wofür wir einige belächelnde Blicke ernteten. Irgendwann fanden wir in einer Seitenstraße einen Bus auf dem der einprägsame Schriftzug "Paolo Travells" (blau/weiß) stand. Doch der Bus war leer! Im Gepäckladeraum fanden wir schließlich zwei schlafende Inder, die uns die frohe Kunde übermittelten, dass es gar keine Travelagendcy gibt und dieser Bus auch nicht nach Gokarna fährt. Mittlerweile war es schon eine halbe Stunde nach geplanter Abfahrt unseres Busses und die Suche ging weiter. Durch Glück sprach uns eine junge Frau an, die wohl unsere verzweifelten Blicke wahrgenommen hatte. Sie erklärte hilfsbereit, dass unser Bus aus dem Hinterhof eines Hotels abfahren wird und das eine Stunde später als es auf unserem Ticket stand. Erleichtert fanden wir uns in dem besagten Sleeperbus wieder, der eigentlich nicht nach Gokarna fahren sollte . Indien lässt grüßen;)
Nach acht Stunden Fahrt, erreichten wir früher als geplant schon gegen 3 nachts den etwas außerhalb gelegenen Busbahnhof, von dem es noch einen weiteren Bus zu nehmen galt. Unsicher wo genau wir aussteigen sollten, entschieden wir frei aus dem Bauch heraus. So saßen wir nun im Dunkeln des Busbahnhofs und wussten nicht so recht wohin. Neben uns ging es einer Gruppe von Spanisch sprechenden Menschen ähnlich. Eine Zigarette später beschlossen wir, uns eine zu teilen und uns auf den Weg zum 10 km entfernten Om-beach zu machen. Angekommen am dunklen Strand beschlossen wir, dass die Suche im Dunkeln keinen Sinn machen würde und so entschieden wir kurzer Hand, alle zusammen Strand zu nächtigen. Schon hier entpuppten sich die 5 als sehr herzliche, aufgeweckte und lustige Gestalten.
Nach Sonnenaufgang fand sich schnell das schöne Guesthouse "Ganesh", in dem wir Tür an Tür, die nächsten 6 Tage verbrachten. Schon am ersten Tag fragten uns andere Traveller, wie lange wir Sieben schon gemeinsam reisen. Der Om-beach , mit der Form eines Omzeichens, bietet nicht nur den Backpackern ein beliebtes Reiseziel, vielmehr auch den indischen Touristen ein Spiel- und Plantschparadies. So schien es und manchmal , wir begegnen kleinen Kindern, die das erste Mal Wasser zu Gesicht bekommen;).
Die drei Mexikaner, Roberto, Mario, und Sebastian, wobei Letzterer mittlerweile in Barcelona wohnt, sind alle drei Fotografen und hatten immer ein lustiges Späßchen auf Lager. Uuma aus Valenzia untermalte das Ganze mit ihrem spanischen Temperament und ihrem ausgelassenen Lachen. Mimi, die Yogalehrerin, in Puerto Rico geboren, lebt mittlerweile in der Nähe von Boston und brachte mit ihrer gesetteten und zufriedenen Art ruhevolle Herzlichkeit in den Trubel.
Wir verbrachten unsere Tage hier, bei gemeinsamen Mahlzeiten, am Strand, beim Schwimmen, in Gespräche vertieft und lebten das gemeinsame Sein in seiner Einfachheit.
Mit Freude stellen wir gerade fest, dass wohl Jeder Jedem eine Kleinigkeit beigebracht hat, seies Yoga, Hullahoop oder das Schnitzen von Kokosnussschälchen.
Gemeinsam wanderten wir über die Klippen zu den Nachbarbuchten. In Kaudlibeach zum Beispiel erwartete uns eine große Gruppe von "Gypsie's" die zusammen am Strand musizierten, sangen, Hullahupp übten und Akrobatik-Yoga machten. In dem ganzen bunten Treiben liefen kleine fröhliche Hippiekinder umher, das ein oder andere mit Dreads, die mit einer solchen Unbeschwertheit und ohne Schüchternheit auf uns zu stürmten.
Im Gegensatz dazu fanden wir uns in Gokarna-beach an einem relativ dreckigem Strand am Stadtrand wieder.
Der Halfmoonbeach ist eine kleine Bucht in der es nur ein kleines Restaurant gibt. Hier zieht es Tagesausflügler hin, die sich nach Ruhe sehnen.
Nach einem Tagesausflug zum Paradise-Beach, beschlossen wir, hier unsere letzte gemeinsame Nacht zu verbringen. Gut ausgestattet mit Verpflegung, entschieden wir uns von einem kleinen Fischerboot dort hin bringen zu lassen, anstatt den langen Fußmarsch auf uns zu nehmen. Der Paradise-Beach ist klein und übersichtlich und es gibt hier nichts außer den weißen Sand des Strandes und den Palmen, die wie ein Zelt, das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Hin und wieder verschlägt es irgendwelche verrückten Köpfe hierher um mit der Natur zu leben. So zum Beispiel auch ein Paar aus Frankreich welches hier schon seit zwei Wochen ihr gemütliches Lager aufgeschlagen hat.
Nicht nur das Zusammensein, das Lagerfeuer am Strand und das Geschichtenerzählen machten diese Nacht zu einer sehr besonderen letzten Nacht, sondern auch das durch die Dunkelheit so sichtbare Plankton im Wasser, hatte einen ganz besonderen Zauber. Sowas haben wir noch nie erlebt. Wenn wir uns im Wasser bewegten, leuchtete das Plankton wie kleine Sterne überall an unserem ganzen Körper und wir mochten gar nicht mehr aufhören im warmen Meer zu spielen;).
Am Morgen ging es zurück und am Abend hieß es Abschied nehmen. Für Alle ging die Reise in unterschiedliche Richtungen weiter.
Für uns nach "Ooty", einer Hillstation, in den Nigiri Hills.
Bis Bald, wir vermissen euch !!
Mit ruhigen Gemütern, in letzte Gespräche vertieft, machten wir uns um 17 Uhr auf den Weg zum Localbus, der 30 min fahren sollte. Die Rucksäcke klebten an unser schwitzigen Haut. Endlich im Bus mit den Rucksäcken auf den Schößchen, schaukelte die Sauna los. Nachdem die Weile zu einer gefühlten langen Weile wurde und einem Blick auf die Uhr später, wurde uns bewusst, dass wir schon in etwa 10 Minuten am Bus sein sollten und dieser schon in 20 min abfahren sollte. So langsam wurden wir unruhig, zumindest in dem Maße, indem es unser Energiehaushalt zu ließ;)
Recht hektisch sprangen wir weitere 10 min später aus dem Bus und hetzten los. Doch unsere Suche nach dem Sleeperbus sollte sich als etwas schwierig gestalten. Unser Bus sollte vor der Travellagendcy abfahren, doch jeden den wir nach "Paolo Travells" fragten, zeigte auf andere Busse und wies uns in andere Richtungen. Mit roten Köpfen spurteten wir die Straße so einige Male hoch und runter, riefen gestresst "Paolo Travells", wofür wir einige belächelnde Blicke ernteten. Irgendwann fanden wir in einer Seitenstraße einen Bus auf dem der einprägsame Schriftzug "Paolo Travells" (blau/weiß) stand. Doch der Bus war leer! Im Gepäckladeraum fanden wir schließlich zwei schlafende Inder, die uns die frohe Kunde übermittelten, dass es gar keine Travelagendcy gibt und dieser Bus auch nicht nach Gokarna fährt. Mittlerweile war es schon eine halbe Stunde nach geplanter Abfahrt unseres Busses und die Suche ging weiter. Durch Glück sprach uns eine junge Frau an, die wohl unsere verzweifelten Blicke wahrgenommen hatte. Sie erklärte hilfsbereit, dass unser Bus aus dem Hinterhof eines Hotels abfahren wird und das eine Stunde später als es auf unserem Ticket stand. Erleichtert fanden wir uns in dem besagten Sleeperbus wieder, der eigentlich nicht nach Gokarna fahren sollte . Indien lässt grüßen;)
Nach acht Stunden Fahrt, erreichten wir früher als geplant schon gegen 3 nachts den etwas außerhalb gelegenen Busbahnhof, von dem es noch einen weiteren Bus zu nehmen galt. Unsicher wo genau wir aussteigen sollten, entschieden wir frei aus dem Bauch heraus. So saßen wir nun im Dunkeln des Busbahnhofs und wussten nicht so recht wohin. Neben uns ging es einer Gruppe von Spanisch sprechenden Menschen ähnlich. Eine Zigarette später beschlossen wir, uns eine zu teilen und uns auf den Weg zum 10 km entfernten Om-beach zu machen. Angekommen am dunklen Strand beschlossen wir, dass die Suche im Dunkeln keinen Sinn machen würde und so entschieden wir kurzer Hand, alle zusammen Strand zu nächtigen. Schon hier entpuppten sich die 5 als sehr herzliche, aufgeweckte und lustige Gestalten.
Nach Sonnenaufgang fand sich schnell das schöne Guesthouse "Ganesh", in dem wir Tür an Tür, die nächsten 6 Tage verbrachten. Schon am ersten Tag fragten uns andere Traveller, wie lange wir Sieben schon gemeinsam reisen. Der Om-beach , mit der Form eines Omzeichens, bietet nicht nur den Backpackern ein beliebtes Reiseziel, vielmehr auch den indischen Touristen ein Spiel- und Plantschparadies. So schien es und manchmal , wir begegnen kleinen Kindern, die das erste Mal Wasser zu Gesicht bekommen;).
Die drei Mexikaner, Roberto, Mario, und Sebastian, wobei Letzterer mittlerweile in Barcelona wohnt, sind alle drei Fotografen und hatten immer ein lustiges Späßchen auf Lager. Uuma aus Valenzia untermalte das Ganze mit ihrem spanischen Temperament und ihrem ausgelassenen Lachen. Mimi, die Yogalehrerin, in Puerto Rico geboren, lebt mittlerweile in der Nähe von Boston und brachte mit ihrer gesetteten und zufriedenen Art ruhevolle Herzlichkeit in den Trubel.
Wir verbrachten unsere Tage hier, bei gemeinsamen Mahlzeiten, am Strand, beim Schwimmen, in Gespräche vertieft und lebten das gemeinsame Sein in seiner Einfachheit.
Mit Freude stellen wir gerade fest, dass wohl Jeder Jedem eine Kleinigkeit beigebracht hat, seies Yoga, Hullahoop oder das Schnitzen von Kokosnussschälchen.
Gemeinsam wanderten wir über die Klippen zu den Nachbarbuchten. In Kaudlibeach zum Beispiel erwartete uns eine große Gruppe von "Gypsie's" die zusammen am Strand musizierten, sangen, Hullahupp übten und Akrobatik-Yoga machten. In dem ganzen bunten Treiben liefen kleine fröhliche Hippiekinder umher, das ein oder andere mit Dreads, die mit einer solchen Unbeschwertheit und ohne Schüchternheit auf uns zu stürmten.
Im Gegensatz dazu fanden wir uns in Gokarna-beach an einem relativ dreckigem Strand am Stadtrand wieder.
Der Halfmoonbeach ist eine kleine Bucht in der es nur ein kleines Restaurant gibt. Hier zieht es Tagesausflügler hin, die sich nach Ruhe sehnen.
Nach einem Tagesausflug zum Paradise-Beach, beschlossen wir, hier unsere letzte gemeinsame Nacht zu verbringen. Gut ausgestattet mit Verpflegung, entschieden wir uns von einem kleinen Fischerboot dort hin bringen zu lassen, anstatt den langen Fußmarsch auf uns zu nehmen. Der Paradise-Beach ist klein und übersichtlich und es gibt hier nichts außer den weißen Sand des Strandes und den Palmen, die wie ein Zelt, das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Hin und wieder verschlägt es irgendwelche verrückten Köpfe hierher um mit der Natur zu leben. So zum Beispiel auch ein Paar aus Frankreich welches hier schon seit zwei Wochen ihr gemütliches Lager aufgeschlagen hat.
Nicht nur das Zusammensein, das Lagerfeuer am Strand und das Geschichtenerzählen machten diese Nacht zu einer sehr besonderen letzten Nacht, sondern auch das durch die Dunkelheit so sichtbare Plankton im Wasser, hatte einen ganz besonderen Zauber. Sowas haben wir noch nie erlebt. Wenn wir uns im Wasser bewegten, leuchtete das Plankton wie kleine Sterne überall an unserem ganzen Körper und wir mochten gar nicht mehr aufhören im warmen Meer zu spielen;).
Am Morgen ging es zurück und am Abend hieß es Abschied nehmen. Für Alle ging die Reise in unterschiedliche Richtungen weiter.
Für uns nach "Ooty", einer Hillstation, in den Nigiri Hills.
Bis Bald, wir vermissen euch !!
hannakowski - 6. Apr, 16:59