Endlich sind wir da !

Hallo ihr Lieben
Der dritte Tag geht zuende und ihr wundert euch bestimmt warum ihr noch nichts von uns gehört habt.
Schon die Hinreise war sehr eindrucksvoll und angekommen in Delhi ließ uns die vielfältige bunte Lebensart Indiens keine Zeit zum schreiben, zur Ruhe zu kommen, geschweige denn zu ausreichendem Schlaf.
Es begann alles mit dem etwas anderen Flug mit Saudi Air, beten vor dem Abflug, Stewardessen mit Kopftuechern, Männer wechseln ihre Alltagskleidung zu weißen Gewändern, wir bekommen Socken, Decken, Kissen, Zahnbürste, Zahnpasta, Schlafmasken, und eine Menükarte die uns die Möglichkeit bot unser Essen, das ziemlich gut war, frei zu wählen. Also uns ging es auf jeden Fall nicht schlecht! ;-)
Ihr müsst wissen, dass unser Flug zwei Zwischenstopps beinhaltete, in Jaddah vier Stunden und in Riyadh eine Stunde Aufenthalt. Schon in der Ankunftshalle des King Jaddah International Airport wussten wir nicht wo wir zuerst hinschauen sollten.
Menschen in den unterschiedlichsten traditionellen Kleidern, Pilgergruppen, Familien, Frauen verhüllt von Kopf bis Fuß, Männer tragen lange Gewänder und Turbane und mitten drinnen wir und zwei andere als die einzigen Weißen.
Schon in Frankfurt am Gate, hatten wir das Gefühl uns in einem anderen Land zu befinden.
Auf dem Flug von Riyadh nach Delhi stiegen viele Inder zu und sofort entstand eine wuselige Atmosphäre, die wir aus Indien kennen :-) Die Araber sind deutlich ruhiger und distanzierter. von den Indern kamen sofort lächelnde Blicke und es wurde sofort Kontakt zu uns gesucht.
Nach über 30 Stunden Reise kamen wir endlich in Delhi an. Unsere indischen Freunde Amir und Shabir, mit denen wir auf unserem letzten Indientrip auf einem Hausboot in ihrer Familie lebten, holten uns vom Flughafen ab.
Es war ein unheimlich schönes Gefühl ihre erfreuten Gesichter zu sehen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie wundervoll es war, nach solch einer langen Zeit,diese beiden wieder in die Arme zu schließen.wir standen also nicht planlos, dem Kulturschock ausgesetzt, wie beim letzten mal, am Flughafen. Viel mehr wurden wir mit einer solchen Herzlichkeit empfangen.
Shabirs Schwester Neetu lebt mit ihrer Familie, ihrem Mann und dem 5 jährigen Sohn Saimen in einer ruhigen Ecke von Delhi. Hier haben wir unsere ersten 2 Tage verbracht. Obwohl sie uns nicht kannten hieß es sofort "my home is your home", "we are a big family" und "if you need anything don't be shy".
Von nun an war Saimen unser "Beya" (Bruder) und wir seine "Didis" (Schwestern).
Wir haben uns sofort Zuhause gefühlt und es war nicht zu spüren, dass wir eigentlich aus so unterschiedlichen Welten kommen. Durch unsere gegenseitige Offenheit und Interesse aneinander haben wir in vielen Gesprächen und über ein gegenseitiges Kochen füreinander versucht, uns, unsere verschiedenen Kulturen und Lebensarten näher zu bringen.Wir haben uns für Pasta entschieden, auch wenn man anzweifeln darf, ob es so deutsch ist ;-) Schon beim Einkauf für unser Gericht, stießen wir auf eine Herausforderung, denn es war garnicht so einfach die richtigen Zutaten zu finden. Am Ende hat es allen geschmeckt, auch wenn man nicht weiß ob es aus Höflichkeit so war ;-) in diesen Tagen hat sich die Familie nur nach uns gerichtet, Siaman ging nicht zur Schule und der " Maul" /(Papa)nicht zur Arbeit. Wir haben viel von Delhi gesehen, , diese Mal aus einer anderen Perspektive als beim letzten Mal. Dadurch, dass wir mit bzw wie Teil dieser Familie unterwegs waren, wurden wir nicht " belagert" und fühlten uns ein wie " locals" (Einheimische).
Wir lernten die Großeltern von Saimen kennen und wurden von einer befreundeten indischen Familie eingeladen, dessen ersten europäische Gäste wir waren. Das bekamen wir auch zu spüren. Wir wurden großzügig bewirtet, es wurden Fotos gemacht, einer der Söhne tanzte für uns, die Tochter malte uns schöne Hennatatoos auf die Arme und von der Mutter bekamen wir Fußkettchen und Ring geschenkt. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie wir uns gefühlt haben, aber dieses nicht anzunehmen hätte sie sehr enttäuscht. Unsere Abende verbrachten wir mit unser Familie im Bett. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. ;) Der Papa lag auf dem Boden mit dem Kopf auf unseren Rucksäcken, Saimen tobte oder spielte mit dem Laptop und die Anderen saßen mit uns auf dem Bett. Wir lachten, tranken, aßen und schmiedeten Pläne. Hanna heiratet einen Piloten, Clara einen Mann im Hotelbuisness, Shabir expandiert mit seinem Restaurant, Amir mit seinem Hausbooten und der Papa trägt etwas mit seinem It-Buisness dem ganzen Unterfangen bei. So ist es uns möglich immer, überall Urlaub zu machen und vor allem: uns gegenseitig zu besuchen. Clara wird Designerin für das Shoppen bunter Saris und eine gemütliche Innenausstattung von Amirs Hausbooten. Hanna wird die Lehrerin unser Kinder, damit sie auch auf Reisen etw. lernen können, denn dort lernt man schließlich am meisten;)
Nach dieser schönen Zeit fiel uns der Abschied heute morgen schwer.
Denn es ging weiter nach Rajasthan (Jaipur). Auf Wunsch unserer besorgten indischen Familie haben wir einen Fahrer der uns eine sichere Reise durch Rajasthan ermöglicht. Nun sitzen wir in einem netten Hostel, sind auf der einen Seite traurig über den Abschied, aber genießen auch die Ruhe nach dem Sturm.
Bis dahin erstmal Liebe aus Indien! Wir hoffen es geht euch gut.
Hanna & Clara

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