Dienstag, 16. August 2011

Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus...16.8.

Grosse Leute, kleine Leute, dicke Leute, duenne Leute..
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus.
Clari geht nachhaus, Hanni geht nachhaus, du gehst nachhaus, wir gehen nachhaus..
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nachhaus.

Am 17.8. um 11.30 Uhr werden unsere Fuessis wieder deutschen Boden beruehrren...Es faellt uns sehr schwer Indien hinter uns zu lassen, aber natuerlich freuen wir uns auch auf euch!!! :) Und was auch sehr traurig ist, dass Hanna und Clara erstmal voneinander Abschied nehmen muessen, da die Hanna direkt weiter auf eine Bussi-europatour startet...

Bis spaeter ihr Lieben, die Freude ist gross!!!

Irgendwo in Indien 15.8.

Nach einem traurigen Abschied von der kleinen Chutni, sind wir nun in Sawai Madhopur. Keine Touristen weit und breit. Ueberall wuselt es von Wildschweinen mit ihren kleinen Babys.
Auf den Stufen vor dem Bahnhofsgebaeude setzten wir uns, um einen Blick in unseren Lonly Planet zu werfen, sofort wurden wir von sieben Indern umringt, die uns aus einem Meter Entfernung stumm anstarren, als waeren wir Ausserirdische.
Unser guest-house liegt ausserhalb des Ortskerns, in der Naehe des "Ranthambore Nationalparks". Gleich erfuhren wir, dass wir uns die offseason ausgesucht haben. Hier ist wortwoertlich nichts los, keine Touristen, keine Restaurants und keine Internetcafes. Dafuer begegnen wir Kamelen, Bussen mit 20 Indern auf dem Dach und wie immer zahlreichen Kuehen. Ausser den haesslichen Haeusern, gibt es hier nichts zu sehen.
Aber sobald man in den Jeep steigt und das Tor des Nationalparks passiert, kann man nur sagen: Willkommen im Dschungel.
Zurzeit ist eine Safari nicht moeglich, aufgrund der starken Regenfaelle. Doch hatten wir die Moeglichkeit, mit dem Jeep auf einer Strasse bis in die Mitte des Dschungels zu fahren, wo sich auf einem Berg gelegen ein Fourt befindet. Der Ausblick von hier oben ist unglaublich und man kann den ganzen Dschungel ueberblicken. Ausserdem befinden sich hier einige Tempel und wir begegneten einigen Pilgern. Ueberall huepfen kleine und grosse Aeffchen umher, wir sehen unmengen an Gruentoenen, die wir nicht zaehlen koennen, wunderschoene Baeume in den verschiedensten Formen und Farben, Wasserfaelle, Palmen, Seen und von pflanzen bewachsenen Ruinen. (Ein guter Ort fuer die 7ner Hochzeit;)

Leider ist der Zauber bald vorbei... Wir packen unsere Sachen und nehmen gleich den Zug nach Delhi, wo wir noch einen Tagverbringen, bevor wir in den Flieger steigen.
Wir freuen uns ganz doll auf euch!!!

Moin Moin 13.8.

Agra!
Wir stehen vor dem maechtigen Bahnhofsgebaeude, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, wir haben noch 15 min bis unser Zug abfaehrt. Die richtige Plattform zu finden, ist allerdings gar nicht so leicht, ueberall leuchten und blinken auf den Anzeigetafeln bunte Hindu-Schriftzeichen auf, auch die Durchsagestimme mit ihrem schoenen Indisch-Englisch ist kaum zu verstehen. Die ganze Geraeuschkulisse erinnert mehr an ein Super Mario Game. Ueberall wimmelt es von Menschen, die einen sitzen auf dem Boden und essen, andere warten ungeduldig auf ihren, schon um mehrere Stunden verspaeteten Zug, es wird gebettelt und viele liegen mitten im Dreck auf dem Boden und schlafen. Auch an Tieren mangelt es hier nicht. Mitten in der Bahnhofeinganshalle steht eine Kuh im Gewusel und schlaeft. Ueberall huepfen Aeffchen umher und auf den Bahnsteigen machen sich die Ratten daran, die herumliegenden Essensreste zu verzehren. Es laufen Menschen ueber die Gleise, Haendler preisen mit lauten Rufen ihre Waren an und vor uns sucht ein Blinder ein geeignetes Plaetzchen um sein Geschaeft zu verrichten.
Unser Zug traf mit 1 1\2 Std Verspaetung ein. Als der Zug einfuhr, wurde das Gewusel ploetzlich noch hektischer... All die Menschen, die ein Ticket fuer den Zweite-Klasse-Wagen hatten, begannen zu rennen, um sich einen guten bzw. einen Sitzplatz zu ergattern.
Wir hatten gluecklicherweise ein Ticket fuer die Sleeperclass. Das ist die indische MIttelklasse, in der man ein reservierten Sitzplatz hat, den man zu einem Bett ausklappen kann. Unsere Zugfahrt ging 13 std ueber Nacht. Es war unglaublich heiss aber auch sehr spannend, da viele indische Familien in dieser Klasse reisen und der Ausblick mal wieder keine Wuensche offen liess.
Morgens in Agra angekommen warteten Rauel und Moin, Freunde von Haroon (der owner vom guest-house in Varanasi).
Zuerst bezogen wir das sauberste Zimmer, was wir bisher in Indien gesehen haben. Wohlbemerkt sogar mit airconditioning, was bei den heissen Temperaturen (48 Grad) mehr als ein Geschenk war. Doch im Gegensatz zu Varanasi wurden wir hier vom Regen verschont. Rauel und Moin gaben sich unendlich viel Muehe und widmeten uns ihren ganzen Tag, fuhren uns in ihrem Auto umher und zeigten uns ein gutes Restaurant und den wunderschoenen "Methab Bagh Park", von dem wir einen tollen Ausblick auf das Taj Mahal hatten. Da das Taj Mahal Freitags geschlossen hat, besichtigten wir das Baby Taj, das quasi der Prototyp des grossen Taj (Mama-Taj) ist, um einen keinen Vorgechmack zu bekommen. Waehrend wir durch die Raeume getanzt sind, haben wir uns vorgestellt, dort mit der Kow/vski-Familie zu leben. Mords Gaudi. Es waer sogar Platz fuer Goja.
Achja teile niemals die Bank mit einem Affen.. Sie moegen zwar klein und suess sein, aber manchmal auch gemein (Ataaaacke - wuaaah).

Wie Haroon (aus Varanasi) uns erzaehlte,sei in letzter Zeit haeufiger das Ghostproblem in seinem Bekanntenkreis aufgetreten. In einem solchen Fall besucht der vom Geist befallene einen Guru/Baba, der den sechsten Sinn besitzt und die Geister verteiben kann. Wir waren sehr interessiert und Haroon arangierte, dass wir einen solchen Guru in Agra treffen konnten. Dies war eine sehr eigenartige Erfahrung. Wir trafen den alten Guru in einer huebschen kleinen Gartentempelanlage, wo seine Schueler beieinander sassen und Marihuana rauchten (daher der 6ste Sinn;). Da der Guru-Meister kein Englisch sprach, musste Moin uebersetzten. Der Guru sprach ein Mantra und Band uns ein schwarzes Band (in unserer Koerperlaenge) um den Arm, als Schutz vor den boesen Geistern.
Nach diesem spannenden Tag ging es frueh ins Bett, da es am naechsten Morgen schon um 5 Uhr zum Sonnenaufgang ins Taj Mahal ging. Es ist ein unglaublich beindruckendes Bauwerk und ein Symbol der unzerstoerbaren Liebe (967;). Der Mogulherrscher "Shah Jahan" soll das Gebauede in Gedenken an seine 2te Frau, die bei der Geburt ihres 14ten Kindes starb, erbaut haben.
Nun brachten uns Rauel und Moin zum Bahnhof. Mehr als unsere gluecklichen Gesichter wollten sie von uns nicht annehmen. Wir sind ihnen sehr dankbar fuer den schoenen Tag!
Jetzt sitzen wir im Zug nach Sawai Madhopur, wo der Nationalpark auf uns wartet. Wir teilen unsere Sitzecke mit einer indischen Mutter und ihren zwei Kindern. Die kleine Chutni ist uns soforrt ans Herz gewachsen, mit ihr spielen und malen wir. Nicht zu vergessen besteht die Verstaendigung aus Zeichensprache und Lachsignalen. So wird unsere 4 stuendige Fahrt schnell vorbei gehen. In vier Tagen habt ihr uns wieder, bis bald.

Explosion der Eindruecke !!! 11.8.

Die Sonne geht auf die Sonne geht unter Hanni und Clari sitzen auf dem Boot und wollen nicht runter :)
Noch schlaftrunken ging es fuer uns um 5 Uhr auf den Ganges. Euch mag es frueh erscheinen, doch gefuehlt ganz Varanasi ist um diese Uhrzeit schon auf den Beinen und es herrscht ein reges Treiben. Sadhus und viele andere Glaeubige vollfuehren ihre taeglichen morgentlichen Waschungen und Gebete, waehrend ich auf dem Ganges die Sonne spiegelt. Als waere es nicht schon Zauber genug, gab es fuer uns, fuer diesen Moment noch die Kirsche auf dem Vannillieeis mit Sahne, als unser Bootfahrer anfing unbeschreiblich schoen zu singen.
Nach dem der Tag so schoen begann, nahmen wir uns eine Rikscha. (Unser naechster Trip durch Indie ist mit einer eigenen Rikscha geplant ;) Als wir den Shiva-Tempel besichtigt hatten, machten wir einen kurzen stop an der Benares-Hindu-Universitaet. Sie ist ein aufwendiges Bauwerk, dass von grossen Parkanlagen umgeben ist (gegruendet 1916)
Ein High light fuer Hanna war natuerlich der Monkey-Tempel ;) ueberall wuselte es von Aeffchen in allen Altersklassen und Groessen. Danach ging es fuer uns zum roten, von Wasser umgebenen, Durga-Tempel, den wir leider nur von aussen betrachten konnten. Zu guter letzt ging es in den Bharat-Mata-Tempel, in dem sic eine Relief Karte aus Marmor von dem indischen Subkontinent befindet.
Waehrend wir unser Mix Veg. Curry aud dem Roof-top unseres Guesthouses zu uns nahmen, befan sich in unseren Koepfen ein Wirrwar aus schoenen Gebaeuden, aufwendigen Malereien, unterschiedlichen Skulpturen der Hinduistischen Gottheiten und wunderschoenen religioesen Gesaengen.
Nach einem kurzen Nap kuendigte sich auch schon der Sonnenuntergeng an und so ging es wieder auf den Ganges. Hier konnten wir die Trauerprozession und Einaescherung einer Leiche auf dem Stufen des Ghats miterleben. Diese Zeremonie ging etwa eine halbe Stunde und viele Menschen versammelten sich dort, um daran teil zu haben. Wir empfanden doe Prozedur als spannend, beeindruckend, schoen und doch auch ein wenig suspeckt. Als die Sonne untergegangen war, entzuendeten wir eine schwimmende Kerze und liessen diese mit vieen guten Herzenswuenschen fuer unsere Familie ( natuerlich auch die Kow/vski Familie <3) auf dem Ganges frei.
Nach diedem eindrucksreichen Tag, planten wir, den naechsten Tag shanti shanti an zu gehen. Dem war allerdings nicht so..
Nach dem breakfast gerieten wir in ein nettes Plaeuschen mit Haroon, dem guest-house-owner. Er berichtete uns von seinen Eindruecken und Erfahrungen, die er sammelte, waehrend er seine gute Freundin Bettina in Deutschland (Giessen) besuchte. Es war unglaublich spannend da wir so den Gegensatz zu unserem Erleben, wie ein Inder unsere Kultur und Land empfindet, nachvollziehen konnten. So faszinierte Haroon beispielsweise der Maxicosi fuer Babyz, Gaense, die schnellen Autos, die Sauberkeit, die schoenen Blumen, die grossen Einfamilienhaeuser und Deutschland Struktur und Ordnung, was er zuvor so noch nie gesehen hat.
Nach unserem Gespraech fragte uns Haroon ob wir Interesse daran haetten, ihn beim Stoffeinkauf zu begleiten und uns dort vor Ort die Produktionsstaetten an zu zchauen. Auf dem Weg dorthin hatten wir mehr das Gefuehl, unsere Rikscha wuerde schwimmen anstatt zu fahren, denn im Gegensatz zum Tag zuvor, an dem den ganzen Tag die Sonne schien, hatte es schon von den fruehen Morgenstunden an geregnet. Haroon erzaehlte uns, dass es der staerkste Regenfall in diesem Jahr sei. So sah es auch aus. Im knietiefen Wasser schwammen die Kinder in den Strassen, wir sahen eine Frau, der ihre Schuhe weg schwammen und andere Frauen mussten ihre Saris raffen, damit sie diese nicht verlieren, der Verkehr war ein reinstes Chaos, alle hatten Schwierigkeiten voran zu kommen und wir mitten drin.
In dem muslimischen Viertel arbeiten ueber 700 Arbeitskraefte, die zu der Herstellung der Stoffe beitragen. Wir bekamen einen guten Einblick in die Vorhergehensweise waehrend der verschiedenen Arbeitsschritte. So schoen die Stoffe auch am Ende sein moegen, mit soviel Arbeit ist die Herstellung auch verbunden. Die einzelnen Arbeitskraefte sitzen zum Teil bis zu Fuenf Wochen in einem dunklem Kaemmerchen am Webstuhl, bis ein Sari fertig ist und dann beginnen sie wieder von Neuem. Glaubt nicht, dass der Sari dann schon fertig ist... Ihr wisst ja, die lieben Inder stehen auf shiny shiny, deshalb ist der naechste Schritt mit viel Muehe und Handarbeit, die Glitzerpalietten auf den Sari zu sticken. Solch eine hochwertige Qualitaet hat allerdings auch seinen Preis.. So verzichteten wir auf einen Einkauf.
Jetzt heisst es auch schon wieder Abschied nehmen und es erwartet uns, unsere erste Bahnfahrt in Indien.
Fortsetzung folgt aus Agra.

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